Ein Abschied – irgendwie

Hallo ihr Lieben,

der Titel lässt es vermuten und ja, es ist eine Tatsache, die ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge verkünde:
Ich werde diesen Blog nicht weiterführen. Keine neuen Rezepte mehr auf Luxuria.

So wirklich kann ich euch gar nicht sagen, was in den letzten Monaten passiert ist, außer dass ich das Gefühl habe, dass sich meine Prioritäten geändert haben. Und meine Bedürfnisse.

So sehr ich das Herstellen von Torten liebe (Ich werde es privat auch defintiv nicht ganz lassen können!), war es doch schade, wie viel Geld und Zeit in so etwas unbeständiges, zeitlich begrenztes geflossen ist.
Vom Verlassen meiner Wohnung bis zur vollständigen Eliminierung vergehen ja meist nur ein paar Stunden.
Ich möchte Dinge machen, die die Zeit überdauern.
Dinge, die Bestand haben.
Dinge, die ich oder die Beschenkten auch noch in Monaten und Jahren in den Händen halten und mit wunderbaren Erinnerungen verbinden.
Und ich habe einfach das Gefühl, dass ich das in der Küche nicht realisieren kann.

In den letzten 4 Jahren habe ich unheimlich viel gelernt.
Aus kleinen, simplen Cupcakes wurden immer größere und ausgefallenere Torten…
Aus grausamen Kompaktkamerabildern wurden eigentlich ganz ansehnliche Spiegelreflexfotos…
Und vor allem: Ich habe ganz wunderbare Menschen in der Bloggerwelt kennengelernt.

Und auch, wenn das hier wie ein Abschied aussieht – es muss keiner sein.
Ihr müsst euch lediglich von Luxuria verabschieden.
Denn ich liebe es zu bloggen und möchte es nicht missen, auch wenn ich keine Lust mehr habe, ständig in meiner Küche zu stehen.

Deswegen gibt es nach 4 Jahren ein neues Projekt:

Cos Joy Chocolate rz_web

Cos, Joy and Chocolate

Noch ist es dort recht still, aber in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten wird es Vieles zu entdecken geben.
Der Schwerpunkt liegt prinzipiell auf Crafting, Fantasy und Rollenspiel, aber es wird auch immer mal wieder Rezepte, Storys aus meinem Alltag oder einfach mal ein hübsches Foto geben.
Ich löse mich von meinem Backblogger-Stempel und freue mich darauf, meine Grenzen neu auszutesten.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch auf diese Reise begleitet.

Alles Liebe und Süße Grüße,
Jessi

Eine Kommunionstorte in grün und gold

Guten Morgen ihr Lieben,

heute gibt’s mal wieder einen Beitrag ohne Rezept.
Ich möchte euch die Kommunionstorte zeigen, die ich letzte Woche für meinem Bruder gemacht habe.

Kommunionstorte Wolfgang

Beim Designe habe ich mich an seiner Einladung orientiert, die verschiedene Symbole in Gold und Grün Metalic enthielt. Als Basis sollten weiß und Elfenbein dienen.

Nun hab eich den Fehler gemacht und – weil ich irgendwie verplant war – habe bereits vor zwei Jahren auf Messe den Dummie für das Buch gekauft.
Da ich ihn so lange nicht gebraucht habe, habe ich mich natürlich auch nicht mit seinen Abmaßen beschäftigt.
In der Woche, in der ich die Torte gemacht habe, fiel mir dann erst Mal auf, wie groß der eigentlich ist!
Ursprünglich hatte meine Mutter eine deutlich kleinere Torte bestellt, aber da hätte das Buch niemals drauf gepasst!
Also: Immer ordentlich prüfen, was ihr für Dummies zu Hause habt.
Trotzdem konnte ich das ganze noch irgendwie passend machen…

Das Innenleben der Torte ist ein simpler Zebrakuchen.
Den ist das Kommunionskind nämlich mit am liebsten.
Für meine Torte mit 25cm Durchmesser und 10cm Höhe habe ich das 2,5fache Rezept benötigt.

Kleiner Pro-Tipp:
In dieser Größenkategorie dosiert man den Teig dann nicht mehr mit Esslöffeln.
Da wäre man ja ewig beschäftigt.
Ich hab in diesem Fall die Esslöffel durch Schöpfkellen ersetzt. Die sollten aber beide natürlich ein ähnliches Fassungsvermögen haben.
Nehmt weiterhin 2 Schöpfkellen pro Teigschicht, damit ihr entsprechend breite Streifen bekommt.
Ich hatte jeweils nur eine Schöpfkelle genommen und meine Streifen waren doch sehr schmal.

Kommunionstorte grün gold

Der ganze Kuchen war dann noch mit einer dunklen Schokoladenbuttercreme bestrichen, damit der Fondant ordentlich hält.
Die Perlen des Rosenkranzes sind mit einer Mould gemacht, damit sie alle schön gleichmäßig werden. Nur die großen Zwischenperlen sind von Hand geformt.
Das Kreuz ist übrigens eine Kopie seines Rosenkranz-Kreuzes. Ich finde es ja wirklich hübsch – ist mal was anderes.

Mein Bruder hat sich wirklich unheimlich gefreut und auch den Gästen hat die Torte sehr gefallen.

Nächstes Mal gibt’s dann wieder ein Rezept.
Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag.

Süße Grüße,
Jessi

Küchennerd-Wissen und Minz-Zitronen-Kuchen

Einen wunderschönen Frühlingsanfang wünsche ich euch!

Heute hab ich euch passend zur langsam erwachenden Natur ein frisches, zart grünes Rezept mitgebracht.
Beim Foodblogger Camp Reutlingen blieb nämlich dieses Jahr vor allem eine Zutat übrig: Minze!
Am Ende wurden noch 2 riesige davon unter den Teilnehmern aufgeteilt.
Nun gehört Minze eigentlich nicht zu den Zutaten, die ich normalerweise in der Küche verwende – weder zum Kochen, noch zum Backen.
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht immer wieder selber vor Herausforderungen stellen würde!

Und so wanderte ein Beutel feinster Minze in meine Tasche.
Das ich das ganze in Kuchen erarbeiten wollte war relativ schnell klar.
Auch, dass der Nebendarsteller Zitrone heißen würde.
Hmm, zwei Zutaten – tausend Möglichkeiten.
Und dann fiel mir meine Diskussion mit dem Kuchenbäcker über Invertzucker als Feuchthaltemittel und Kristallisationshemmer ein.
Was wir im Rahmen von Bonbons diskutiert hatten, funktioniert nämlich auch für Kuchen!

Lust auf ein bisschen Küchennerdwissen?
Für Invertzuckersirup wird Zucker unter zur Hilfenahme von Säure und Hitze gespalten. Dadurch entstehen Trauben- und Fruchtzucker.
Diese haben andere chemische Eigenschaften als der normale Haushaltszucker.
Unter anderem hält der Sirup den Kuchen schön feucht und verhindert die Retrogradation der Stärke.
Die Retrogradation ist nichts anderes, als die Tatsache, dass die Stärke aus dem eingesetzten Mehl, die durch die Zugabe von feuchten Zutaten, wie Milch, Eier und ähnlichem, verkleistert (aufgelöst) wurde, austrocknet und so wieder ihren ursprünglichen Zustand – also ein trockenes Pulver – einnimmt.
Je nach eingesetzten Zutaten, läuft dieser Prozess schneller oder langsamer ab.
Das Ende vom Lied: euer Kuchen ist trocken und schmeckt nicht mehr.
Wer kein Zitronenaroma haben will, nimmt nur den Saft einer halben Zitrone und kocht den Sirup aus dem Rezept unten 30 statt 20 Minuten.
Honig ist übrigens auch nichts anderes als ein natürlicher Invertzuckersirup.

So, nun aber zum Rezept…

Minz-Zitronen-Kuchen, Minzkuchen mit Zitrone,, extra lange saftig, Invertzucker, grüner Kuchen Weiterlesen

Easy Peasy Haselnuss-Trüffel

Einen wunderschönen Sonntag Mittag wünsche ich euch.

Heute gibt es ein ganz schnelles Rezept, das so gut wie immer passt.
Egal ob als Mitbringsel zur Essens-Einladung oder zum Kaffee, als Geschenk zum Geburtstag, Muttertag, Ostern oder Weihnachten.
Oder einfach so zum selber naschen.
Und die einzige Sache auf dieser Welt, die so flexibel ist, das sie immer passt, ist: SCHOKOLADE!

Heute kommt die Schokolade in Form von zart schmelzenden Pralinen daher, die sich mit knackigen Haselnüssen zusammen getan haben.
Ich merke gerade, dass ich wie die Hanuta Werbung klinge!
Das war keine Absicht…
Aber zurück zum Thema. Diese Trüffel sind in unter einer Stunde gemacht und mindestens genau so schnell vernascht.
Also nix wie los.

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Wenn der Mann backt: Laugenbrötchen

Guten Morgen ihr Lieben.

Na, kann man schon fit sein?
Ich bin schon ein Weilchen wach. Gerade genau so lange, dass ihr jetzt diesen Post hier lesen könnt.
Normalerweise entstehen meine Posts über mehrere Tage.
Es wird überlegt, gebacken, fotografiert, bearbeitet, geschrieben und irgendwann veröffentlicht.
Das hab ich eigentlich auch die ganze Woche so durch gezogen.
Den Post, der daraus entstanden ist, gibt’s aber erst ein anderes Mal.
Denn es ist ein Post für den ich mich mit Christina von Christinas Catchy Cakes zusammen getan habe. Und ihr kam diese Woche leider das Leben dazwischen.
Christina ist meine persönliche Superwoman, was ihr Organisationstalent angeht. Sie kriegt an einem Tag mehr erledigt, als ich mir überhaupt vorstellen kann.
Wenn sie also sagt, sie schafft es nicht, dann hätten es nicht mal die Avengers hin bekommen.

Weil ich aber ab heute unbedingt wieder bloggen möchte, musste ich halt kurzfristig umdisponieren.
Gott sei Dank war ich in den letzten Monaten in der Küche nicht so faul, wie am PC und so finden sich auf meinem Server rund 20 blogbare Shootings.

Heute starte zeige ich euch aus dieser Liste den Liebling meines Mannes: Laugenbrötchen.
Vor knapp einem Jahr wollte Mister MU sich mal selbst an seinen heißgeliebten Laugenbrötchen versuchen.
Wir haben das Internet durchforstet und sind über das gelingsichere Rezepte von Herr Grün gestolpert.
Es gab eine kurze Einweisung in Sachen Backen von mir und seit her zaubert der Mann in schöner Regelmäßigkeit super leckere Laugenbrötchen für uns und unsere Freunde.
Bei mir werden die übrigens nix! Keine Ahnung warum, aber ich versau die Brötchen mit genau so schöner Regelmäßigkeit, wie der Mann sie bäckt…
Aber was der Mann kann, das könnt ihr schon lange…

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