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Küchennerd-Wissen und Minz-Zitronen-Kuchen

Einen wunderschönen Frühlingsanfang wünsche ich euch!

Heute hab ich euch passend zur langsam erwachenden Natur ein frisches, zart grünes Rezept mitgebracht.
Beim Foodblogger Camp Reutlingen blieb nämlich dieses Jahr vor allem eine Zutat übrig: Minze!
Am Ende wurden noch 2 riesige davon unter den Teilnehmern aufgeteilt.
Nun gehört Minze eigentlich nicht zu den Zutaten, die ich normalerweise in der Küche verwende – weder zum Kochen, noch zum Backen.
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht immer wieder selber vor Herausforderungen stellen würde!

Und so wanderte ein Beutel feinster Minze in meine Tasche.
Das ich das ganze in Kuchen erarbeiten wollte war relativ schnell klar.
Auch, dass der Nebendarsteller Zitrone heißen würde.
Hmm, zwei Zutaten – tausend Möglichkeiten.
Und dann fiel mir meine Diskussion mit dem Kuchenbäcker über Invertzucker als Feuchthaltemittel und Kristallisationshemmer ein.
Was wir im Rahmen von Bonbons diskutiert hatten, funktioniert nämlich auch für Kuchen!

Lust auf ein bisschen Küchennerdwissen?
Für Invertzuckersirup wird Zucker unter zur Hilfenahme von Säure und Hitze gespalten. Dadurch entstehen Trauben- und Fruchtzucker.
Diese haben andere chemische Eigenschaften als der normale Haushaltszucker.
Unter anderem hält der Sirup den Kuchen schön feucht und verhindert die Retrogradation der Stärke.
Die Retrogradation ist nichts anderes, als die Tatsache, dass die Stärke aus dem eingesetzten Mehl, die durch die Zugabe von feuchten Zutaten, wie Milch, Eier und ähnlichem, verkleistert (aufgelöst) wurde, austrocknet und so wieder ihren ursprünglichen Zustand – also ein trockenes Pulver – einnimmt.
Je nach eingesetzten Zutaten, läuft dieser Prozess schneller oder langsamer ab.
Das Ende vom Lied: euer Kuchen ist trocken und schmeckt nicht mehr.
Wer kein Zitronenaroma haben will, nimmt nur den Saft einer halben Zitrone und kocht den Sirup aus dem Rezept unten 30 statt 20 Minuten.
Honig ist übrigens auch nichts anderes als ein natürlicher Invertzuckersirup.

So, nun aber zum Rezept…

Minz-Zitronen-Kuchen, Minzkuchen mit Zitrone,, extra lange saftig, Invertzucker, grüner Kuchen Weiterlesen

Mein Back-Mojo isst verunglückte Kirsch-Vanille-Cupcakes

Hey ihr Lieben,

eigentlich dachte ich, ich hätte meinen Willen zu Bloggen endlich wieder gefunden.
Es ging von heute auf Morgen wieder ganz einfach, locker und lässig.
Aber genau so schnell wie es kam, ging es auch wieder vorbei.
Hauptsächlich ist daran Schuld, dass mein Back-Mojo anscheinend gerade Urlaub macht.
Denn egal, was ich backe – es wird nichts.
Mir sind letztens tatsächlich die Aufbackbrötchen verknuspert…
Und so happert es mir zwar generell nicht an Motivation, aber eben an der Motivation zu backen und zu bloggen.

Was ich stattdessen aktuell so treibe?
Sport! Ja, denn nicht nur die Küchenchaotin und Madam New York Cheesecake haben mit den Foodbloggerpfunden zu kämpfen…
3 Jahre Foodblogger-Dasein, meine Vorliebe für Burger und Restaurants und eine Schilddrüsenerkrankung haben einfach ihre Spuren hinterlassen.
Und so habe ich vor bereits neun Monaten meine Ernährung umgestellt.
Und vor 2 Monaten angefangen Sport zu treiben.

All das braucht nun noch mal zusätzliche Zeit, die ich eigentlich vorher schon nicht hatte.
Zusätzlich will ich natürlich auch noch etwas Spaß im Leben. Sonst wäre das ganze ja sinnlos.
Und so begleite ich meine Familie ins Freibad, wann immer es das Wetter und der Kalender zulassen.
Ich gehe meinen anderen Hobbys (Rollenspiel, Bogenschießen) nach oder treffe mich mit Freunden.
Und statt – wie mit meinem Kopf ausgemacht – diesen Artikel zu tippen, war ich am Dienstag Mittag spontan alleine im Kino.
Das Leben macht mir gerade abseits vom Computer einfach zu viel Spaß…

Ach ja, aber diese Woche wollte ich euch wenigstens noch diese leckeren Kirsch-Cupcakes zeigen.
Ich hab sie bereits vor über einem Jahr gebacken, kam aber bis heute nicht dazu, sie euch zu zeigen.
Leider ging in dieser langen Zeit irgendwo das Rezept verloren.
Bei dem Versuch, sie nachzubauen, ging so ca. alles schief, was schief gehen kann.
Cupcakes verbrannt.
Die ausgehöhlten Deckel versehentlich entsorgt, so dass ich die Füllung nicht von der Creme trennen konnte.
Topping zu weich, weil zu warm…

Letztendlich konnte ich das Rezept zu diesen Bildern doch noch irgendwie zusammenreimen und zeige es euch im Rahmen der aktuellen „Ich back’s mir“-Runde…

Kirsch-Vanille-Cupcakes

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Schneewittchens Hüftspeck – Heute bleibt der Ofen kalt

Hallo ihr Süßen,

für heute hab ich euch ja eine süße Leckerei versprochen, die ganz ohne Backofen auskommt.
Und nichts anderes kann man bei diesem Wetter herstellen.
Während ich diesen Post hier tippe, kleben meine Unterarme förmlich am Schreibtisch fest.
Die ganze Wohnung versinkt in Dunkelheit, da uns unsere – eigentlich wahnsinnig tolle – Fensterfront dazu zwingt, alle Rollläden runter zu lassen, weil wir sonst in der Hitzekammer wohnen.
Auf dem Balkon hat es sich ein Hefeteig bequem gemacht und genießt die wohlige Wärme…
Aber ich will mich nicht beschweren! Es ist wunderbar – ich liebe den Sommer.
Und deswegen gibt es heute halt Cool Cake.
Ein Cool Cake inspiriert vom bekannten Schneewittchen-Kuchen. Mit einem Boden schwarz wie Ebenholz, einer Creme so weiß wie Schnee und einer Fruchtsoße so rot wie Blut. Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist der Coolste im ganzen Land?
Und weil dieser Traum von einem Cool Cake eine klitze kleine Menge mehr Kalorien hat, hört er auf den provokanten Namen „Schneewittchens Hüftspeck“.
Denn auch super schlanke Märchenprinzessinen sind vor so was nicht geweiht.
Aber ganz ehrlich? Lieber ein bisschen Hüftspeck durch einen leckeren Kuchen als an einem vergifteten Apfel sterben…

Cool Cake Schneewittchens Hüftspeck Weiterlesen

Fruchtige Joghurttorte – Ein Trost für das Ende der Spargelsaison

Lieber Spargel,

time to say goodbye!
Es war so schön mit dir.
Und dabei konnte bis vor ein paar Jahren weder dich noch deinen grünen Bruder leiden. Ich fand euch regelrecht eklig!
Doch mein ungemeiner Zwang meinen Schwiegereltern zu gefallen und nicht zuzugeben, dass ich euch nicht mag, brachte mich euch näher.
Und so ist in den letzten Jahren fast schon eine Freundschaft entstanden.
Seit diesem Jahr kommt auch dein grüner Bruder immer mal wieder vorbei. Er scheint gefallen an unserer Pasta gefunden zu haben…
Aber ab heute gehst du in den wohlverdienten Urlaub. Fast 10 Monate werden wir es dann ohne dich aushalten müssen.
Schön, dass du uns deswegen am vergangenen Sonntag noch für ein letztes Familienessen besucht hast. Es war wunderbar!
Und dass sich deine beste Freundin, die Erdbeere, für den Nachtisch so in Schale geschmissen hat, darüber haben sich alle furchtbar gefreut. Dieses Joghurtkleidchen stand ihr großartig!
Ich bin froh, dass sie uns noch Weilchen erhalten bleibt. Zwei so derbe Verluste, hätte ich nicht ertragen…

Und damit sie auch alle anderen über deinen Verlust hinweg trösten kann, verrat ich jetzt einfach ihr Geheimnis…

Erdbeeren, Blaubeeren, Joghurt Weiterlesen

Himbeer-Mojito-Pavlovas – Ganz ohne Alkohol & trotzdem unwiderstehlich

Hallo ihr Lieben.

Manchmal,da hat man eine Idee.
Man weiß nicht genau, wo sie hergekommen ist. Tatsache ist aber: Sie wird nicht mehr weggehen.
Außer man setzt diese Idee in die Tat um.

Eine dieser Ideen hat mich Anfang der Woche überfallen…
Ich wollte von jetzt auf gleich Himbeer-Mojito-Pavlovas!
Nun ist es so: Ich war bisher kein Fan von Pavlovas. Und Mojito mag ich eigentlich auch nicht!
Ich kann mich auch nicht erinnern, irgendwo ein solches Rezept gesehen zu haben.
Also woher zur Hölle hatte ich nur diese fixe Idee?
Keine Ahnung…
Aber es hilft ja nix…
Die Idee ging mir nicht mehr aus dem Kopf, also musste sie in den Ofen.

Und was soll ich sagen?
Sie sind toll! Und so lecker!
Ich hab sie gestern mit zum Tortenstammtisch bei Bake a Wish genommen und auch dort waren alle begeistert.
Der saure Sirup und das frische Obst bilden einen super Kontrast zum zuckersüßen Baiser. Und die Minze rundet das ganze perfekt ab.

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