Diese Cookies würden selbst Knecht Ruprecht schmecken!

Ho Ho Ho ihr Lieben,

die Zeit schreitet voran und Weihnachten kommt unaufhaltsam näher.
Und ich gestehe: Ich bin alles andere als ein Adventsstreber!
Gut, ich hab nen Baum, der ist aber noch nicht dekoriert.
Ich hab alle Geschenke, die sind aber teilweise noch unterwegs uns müssen ja auch noch eingepackt werden.
Ich war lediglich auf einem Weihnachtsmarkt und meine Wohnung sieht eher nach den Resten eines Hurricans als nach Weihnachtsstimmung aus.
Und ich hab so gut wie nichts gebacken!
So, jetzt ist es raus…

Der Plätzchenteller, der im Wohnzimmer steht und von dem der Mann immer nascht, ist von der lieben Nicole, die unter uns wohnt.
Die Mürbteigkekse für die Cookie-Decorating-Parting, die ich gestern einzig und allein für meine kleine Schwester und ihre Freundin veranstaltet habe, hat Mutti gebacken.
Und ich? Ich hab es zumindest hinbekommen, ein paar Weihnachtliche Cookies für alle meine lieben Bloggerfreunde zu backen.

Anfang von Monat haben wir nämlich alle – 20 an der Zahl – zusammen ganz wunderbar zusammen gebruncht und das Jahr 2014 gemeinsam verabschiedet.
Und weil zu Weihnachten eben auch Geschenke gehören, gab’s zumindest einen hübsch verpackten Cookie für alle.

Bei dem Rezept habe ich mich vom Advent und einem alten deutschen Nikolausgedicht inspirieren lassen, dass mich einfach immer wieder an meine Kindheit und viele wunderschöne Weihnachtsfeste erinnert:

Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg‘ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –
„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.“ –
„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find‘!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm

Und nach so viel literarischem Hochgenuss, möchte ich euch den geschmacklichen Hochgenuss natürlich nicht weiter vorenthalten.

Knecht Ruprecht, Theodor Storm, Weihnachten, Kindheitserinnerung

 

Apfel, Nuss & Mandelkern-Cookies (25 handtellergroße Cookies)

300g braunen Zucker
200g Zucker
25g Zuckerrübensirup
500g Mehl
300g Butter
4 Eier
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
80g getrocknete Apfelscheiben
50g Mandelstifte
70g Haselnüsse

75g Vollmilchschokolade

Zuerst wird zerkleinert.
Nehmt die Apfelscheiben und schneidet sie in möglichst kleine Stücke. Dann hakt ihr die Haselnüsse in große Stücke.
Schnappt euch die Butter und erhitzt sie in der Mikrowelle bis sie sehr weich ist.
Gebt die Butter, den Zucker und den Zuckerrübensirup in eine Schüssel und schlagt alles schön schaumig.
Nun kommen die Eier nacheinander dazu. Schön weiterrühren
Mischt das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver und gebt es zu den feuchten Zutaten.
Wenn alles gleichmäßig gemischt ist, hebt ihr die Mandelstifte, Apfelstückchen und Haselnüsse unter.

Gebt den Teig auf ein großes Stück Alufolie und formt eine Rolle.
Die Rolle wickelt ihr nun ganz fest in eure Alufolie und packt das ganze dann anschließend für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank.

Heizt euren Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
Nehmt die Rolle aus dem Kühlschrank und schneidet sie in ca. 1cm dicke Scheiben, die ihr mit viel Abstand (die Cookies laufen sehr breit) auf ein Backblech setzt.
Dann ist es auch schon fast geschafft.
Die Cookies müssen jetzt nur noch ca. 10 Minuten im Ofen bräunen bis sie einen hellbraunen Rand bekommen.
Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Cookies nach 2 Minuten Ruhe auf ein Gitter umquartieren.

Die ausgekühlten Cookies noch mit geschmolzener Schokolade dekorieren.

Die Cookies sind wirklich lecker und verbreiten eine wunderbare Weihnachtsstimmung.
Kühl und trocken gelagert halten sie auch noch bis weit nach Weihnachten.

So, ich muss jetzt wieder los.
Auch wenn ich kein Adventsstreber bin, so kommt Weihnachten am 24.12 – egal ob ich das will oder nicht.
Dementsprechend muss ich mich jetzt ein bisschen ran halten.

Ich wünsch euch noch einen wunderbaren Tag.

Süße Grüße,
Jessi

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