Willkommen auf der Schokoladenseite des Lebens!

Hey zusammen.

Also ich weiß nicht genau, ob ihr es schon gemerkt habt, aber ich steh ja total auf Schokolade.
Vollmilch, Bitter, Weiß – ganz egal, so lange es zart schmilzt und dieses tolle Gefühl hinterlässt.
Deswegen freu ich mich jedes Jahr wie bolle auf den Dezember.
Nicht nur, dass man da wieder unverschämt viel schlemmen kann. Nein, da findet auch seit 8 Jahren das Schokoladenfestival „chocolART“ in Tübingen statt.
Schokolade und alles was dazu gehört aus aller Herren Länder – mein persönliches Wunderland!

Die letzten Jahre hab ich das Festival immer besucht, wenn ich meine Schicht im Verkaufszelt meines Arbeitgebers beendet hatte.
Dieses Jahr habe ich mich auf Einladung von Tübingen Erleben am gestrigen Samstag ins Getümmel gestürzt.

Mobile Schokowerkstatt der Firma Ritter Sport – Einmal wieder Kind sein!

So trafen wir uns alle um 10:00 – also rund eine Stunde vor Marktöffnung – in der mobilen Schokowerkstatt von Ritter Sport.
Nach einer kleinen Stärkung und der Begrüßung durch die Organisatoren, durften wir dann unserem Spieltrieb freien Lauf lassen: Schokolade selber machen.
Die mobile Schokowerkstatt ist dafür super ausgerüstet.
Jeder bekommt ein Becherchen in das man seine Wunschzutaten packt. Ob Gummibärchen, Nüsse oder Puffreis – hier bleiben keine Wünsche offen.
Ich habe mich für bunten Puffreis und noch buntere Schokolinsen entschieden – passt irgendwie zu mir.

Ritter Sport Mobile Schokowerkstatt, chocolART, Tübingen, 2014
Dann kommt feine Edelvollmilch zu den Zutaten und nach einer kurzen Vereinigung mit dem Löffel, darf das ganze dann auchschon in die Form.

Schokolade selber machen, Ritter Sport Mobile Schokowerkstatt, chocolART, Tübingen, 2014
Ich kenn das ganze ja schon aus meinem Arbeitsalltag. Für die anderen war es jedoch was ganz besonderes. Schließlich ist die Aktion normalerweise nur für Kinder bis 18 Jahre, so dass unser einer nicht in einen solchen Genuss kommt.
Während die Schokolade 20 Minuten lang durchkühlt, durften wir uns künstlerisch an unserer Verpackung austoben.
Ich persönlich hab’s ja nicht so wirklich mit dem Malen und so wurde meine Verpackung eher schlicht.

Nachdem wir noch mit einem tollen Goodiebag überrascht und mit den Pressemappen versorgt wurden, ging’s weiter zu ein paar ausgewählten Ständen.

Cioccolateria Veneziana – Wo Leidenschaft auf Genuss trifft

chocolART, Tübingen, 2014

Am ersten Stand erzähle uns der Inhaber der Cioccolatria Veneziana wie er zur Schokolade kam.
Seit 3 Generationen stellt seine Familie Genussmittel selbst her. Die Oma hatte mit selbstgemachtem Likör begonnen, was der Vater im Laufe seines Lebens ebenfalls erlernte und verfeinerte. Irgendwann kamen Eis und Gebäck dazu – und so bedingt auch irgendwann Schokolade.
Auf der Suche nach dem perfekten Schokoladentopping begann man schließlich selbst Kakao zu verarbeiten und landete letztendlich bei Pralinen und außergewöhnlichen Hohlkörper.
Wenn der Besitzer über Schokolade spricht, dann spricht er von Poesie, von Casanova und von schönen Frauen. Seine Leidenschaft ist förmlich greifbar und reist einen einfach mit. Am liebsten möchte man sofort seinen Beruf an den Nagel hängen und in einem seiner Geschäfte anheuern ♥

Madlon-Confiserie – Mit Genuss dem Alltagsstress trotzen

Am nächsten Stand ging’s dann sehr zünftig zu.
Der Confiseur Gerhard Madlon nahm uns mit auf eine kleine Genussreise.
Denn für ihn sind Pralinen im wahrsten Sinne des Wortes Genussmittel. Pralinen einfach nur in den Mund stecken und schlucken, würde er niemals machen. Er lebt die Grundsätze von Slowfood in vollen Zügen aus und genießt diese Genussmittel mit allen 5 Sinnen.
So bietet seine „Anti-Stress-Praline“ – vorausgesetzt man nimmt sich wirklich bewusst eine kleine Auszeit, um sie zu genießen – eine kleine Fluchtmöglichkeit aus dem Alltagsstress.
Wusstet ihr zum Beispiel, dass gestresste Menschen am liebsten nac einer ovalen Form greifen? Die Neuseeländer haben es bewiesen und Herr Madlon macht sich das ganze zu Nutzen. Außerdem haben die verwendeten Naturöle eine entspannende Wirkung. Bezüglich Hüftgold muss man sich laut Herrn Madlon ebenfalls keine Sorgen machen. Einmal in den 3.Stock laufen und schon ist das Thema im wahrsten Sinne des Wortes gegessen.

CHOCOlino – Tübingens Schwarze Männle

Die letzte Station, bevor wir uns beim Mittagessen den Bauch mit Wildschwein in Schokosauce mit Spätzle vollschlagen durften, war der chocolateRoom.
Dort wurden live die beliebten CHOCOlinos, der offizielle Schokokuss der chocolART, hergestellt.

chocolateROOM, chocolART, Tübingen, 2014

 

Die Zuschauer können das ganze Spektakel durch transparente Zeltwände beobachten. Wir durften ganz nah ran und natürlich auch alle Zwischenprodukte probieren.

chocolatROOM, chocolART, Tübingen, CHOCOlino, 2014

 

Ich hab sogar selber einen CHOCOlino aufdressieren drüfe. Das hat total Spaß gemacht und war gar nicht so schwierig, wie es aussah.
Zum Abschluss durften wir natürlich auch noch einen Schokokuss probieren. Mir persönlich war der Schaumzucker etwas zu fest, ansonsten war er wirklich lecker.

Faires Schokoladentasting mit Jan Marcel Schubert

chocolART, Tübingen, 2014

Nach dem wir wirklich grandios gespeist und uns danach noch ein bisschen in kleinen Gruppen auf dem Markt herum getrieben hatten, folgte auch schon der letzte Punkt des Tages. In der Begegnungsstätte Hirsch hatte J.M. Schubert bereits viele seiner tollen Produkte, die er zusammen mit Original Beans produziert hat.
Auf diesen Programmpunkt war ich sehr gespannt, wenn ich auch bereits schlechte Vorahnungen hatte, was mich erwarten würde. Leider kam es dann auch genau so.
Prinzipiell fand ich das Tasting sehr spannend. Auf der persönlichen Ebene – ich arbeite schließlich seit 11 Jahren in der Schokoladenindustrie – war mir das ganze zu viel Schwarz-Weiß-Malerei. J.M. Schuberts Produkte stehen wirklich sehr gut für sich alleine und überzeugen auf voller Linie. Warum er sich dennoch genötigt sah, die Industrie bei jeder Gelegenheit schlecht machen und teilweise auch noch falsche Tatsachen in den Raum zu stellen. Das verlieh dem ganzen dann doch ein bissle ein Geschmäckle, wie der Schwabe sagen würde.
Davon abgesehen, hab ich aber mal wieder ein paar Dinge für mich gelernt, was ja nie schadet.
Leider rückt meine Speicherkarte die Fotos vom Schokoladentastingen nicht raus. Sollte die Geiselnahme irgendwann beendet sein, reiche ich diese natürlich noch nach.

Am Ende war ich aber völlig überfressen, durchgefroren und müde und froh, als ich endlich wieder in meinem Auto auf dem Weg Heim saß.
Es war wirklich schön, mal einen ganzen Tag ganz ohne schlechtes Gewissen meiner Leidenschaft fröhnen zu können.

Ich bedanke mich bei der Tübingen Erleben GmbH für den wirklich gelungenen Tag und freue mich jetzt schon auf die chocolART 2015!

Süße Grüße,
Jessi

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