Apfelkuchen war gestern – hier kommt der Wapfelkuchen

Hallo ihr Lieben,

Inspiration gibt’s ja bekanntlich an jeder Ecke – sagt man.
Aber wer hätte gedacht, dass aus einem falsch gelesenen Wort mal ein Kuchen werden würde?

Gedacht hätte es wahrscheinlich keiner, aber die liebe Fee hat zumindest darauf gehofft.
Die hat nämlich einen coolen „Wenn nichts mehr geht, geht immer noch Apfelkuchen“-Linol-Druck gepostet. Und was ist passiert? Ihr Leser haben teilweise „Wapfelkuchen“ statt „Apfelkuchen“ gelesen, weil das Kerngehäuse aussah wie ein W.

Sofort kreisten meine Gedanken um Wapfelkuchen! Wie sieht er aus? Und nach was – außer Äpfeln – schmeckt er? Das Wort erinnerte mich irgendwie an Alice im Wunderland und es ließ meine Gedanken nicht mehr los.
Als Fee dann auch noch schrieb, dass sie sich unbedingt einen Wapfelkuchen wünscht, sprudelte es nur so aus mir raus.

Waffeln und Äpfel standen direkt fest. Aber was für Waffeln? Und braucht der Kuchen eine Creme? Wenn ja, was für eine?
Mit der Creme tat ich mir tatsächlich am schwersten. Es gab soooo viele Möglichkeiten.
Rettung nahte durch den tastesheriff! Clara reichte ihren Lieblings-Schokokuchen mir Zimt-Schmand. Zimt Schmand –hmmmm…

Apfelkuchen mal anders

Und so schichtet sich mein Wapfelkuchen nun aus folgendem zusammen:
Leckere Schoko-Marzipan-Waffeln, frische Zimt-Schmand-Creme und natürlichen den Äpfeln.

Wapfelkuchen

2 Eiweiß
1 Prise Salz
2 Eigelbe
40g brauner Zucker
75g Butter, zerlassen
250g Mehl
10g Kakaopulver
60g Marzipan, fein gerieben
½ Päckchen Backpulver
300-350ml Milch

2 Becher Schmand
1-2 EL Puderzucker
1 leicht gehäufter Teelöffel Zimt

3 Äpfel (nicht zu sauer)

Eventuell noch etwas Marzipan, Kakaopulver und Puderzucker für die Deko.

Zuerst schlagt ihr das Eiweiß mit dem Salz steif und stellt es in den Kühlschrank.
Nun wird das Eigelb mit dem Zucker cremig gerührt. Butter, Mehl, Kakao, Marzipan und etwas Milch dazugeben und alles zu einem gleichmäßigen teig verrühren. Der Marzipan wird sich natürlich nicht auflösen, deswegen sind kleine Klümpchen im Teig normal.
Der Teig sollte eine nicht zu zähfließende Konsistenz haben – flüssig wäre aber auch blöd.
Das Backpulver zugeben und gegebenenfalls die Konsistenz noch über die Zugabe der restlichen Milch korrigieren.
Jetzt heißt ihr euer Waffeleisen ein und backt aus dem Teig 6 formschöne Waffeln.
Hier könnt ihr persönlich entscheiden, wie ihr die Konsistenz der Waffeln gerne hättet. Ich wollte meine etwas fester und habe sie deswegen nach dem Abkühlen noch kurz im Ofen etwas „nachgebacken“.

Die Äpfel schneidet ihr in Viertel und entfernt das Kerngehäuse. Dann hobelt ihr sie in ca. 3,5mm dicke Scheiben.
Gebt die Scheiben mit einer kleinen Menge Wasser in einen Topf und lasst alles zusammen darin für ca. 15-20 Minuten köcheln bis die Äpfel noch etwas biss haben, aber nicht mehr knackig sind.
Gegebenenfalls müsst ihr zwischendrin noch etwas Wasser nachgießen, damit euch die Äpfel nicht anbrennen.
Wenn sie fertig sind vom Herd nehmen und in ein Sieb gießen.

Für die Creme gebt ihr alle Zutaten in eine Schüssel und schlag die Masse ein bisschen auf.

Jetzt wird gestapelt.
Eine Waffel mit etwas Creme bestreichen und die Apfelscheiben darauf verteilen. Darauf ein kleiner Klecks Creme, damit die nächste Waffel auch hält.
Das ganze wiederholt ihr so lange bis eure letzte Waffel oben drauf liegt. Diese habe ich dann nur noch mit Puderzucker bestäubt. Mit dem Rest Creme habe ich Tupfen an den Rand gesetzt und mit kleinen Marzipankartoffeln dekoriert.
Die könnt ihr aus etwas Marzipan und Kakaopulver ganz easy selber machen:
Einfach den Marzipan zu kleinen Kugeln formen und ein Schüsselchen mit ganz wenig Kakao geben. Nun die Schüssel schwenken, so dass die Kugeln durch den Kakao purzeln. Am Ende eventuell den überflüssigen Kakao durch rollen zwischen den Handflächen entfernen. Fertig.

Wapfelkuchen

Aus dem Wapfelkuchen ist am Ende schon fast ein richtiges Wapfeltörtchen geworden.
Und es ist sagenhaft lecker.
Es ist nicht zu süß und hat durch die Waffeln genau den richtigen Biss. Der Marzipan in den Waffeln kommt leider nicht ganz so deutlich raus, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.
Und da alle Äpfel für den Kuchen drauf gingen, mussten für’s Foto wohl oder übel meine Fondant-Äpfel, die es nicht auf mein Schaustück geschafft haben, herhalten.

Liebe Fee, ich hoffe, ich konnte deinen Traum vom „Wapfelkuchen“ erfüllen.
Meinen habe ich definitiv erfüllt 😉

Süße Grüße,
Jessi

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4 Gedanken zu „Apfelkuchen war gestern – hier kommt der Wapfelkuchen

  1. Judy

    Haha Jessi du bist der Hammer! Der Wapfelkuchen ist der neue Apfelkuchen!! 🙂 Tolle Idee und er sieht sooo schön und lecker aus 🙂 Lass es dir schmecken 🙂

    Antwort

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