Was mir persönlich beim Bloggen wichtig ist…

Hallo ihr Sweethearts,

wenn man ein ganzes Wochenende unter Bloggern verbringt und dabei über Themen wie Leidenschaft (Sister Mag) , Mut (Berlinmittemom) und die Entwicklung des Bloggens (M i Ma) diskutiert, dann macht man sich automatisch auch ein paar eigene Gedanken zum Thema. Manches kam mir bekannt vor und manches habe ich für mich gedanklich noch ergänzt.

Und deswegen erzähl ich euch heute meine Gedanken, die ich so während der Konferenz im Kopf hatte und die vielleicht dem ein oder anderen wieder in Erinnerung rufen, warum er das ganze hier macht.

Zweieinhalb Jahre gibt es diesen Blog schon. Für mich ist das eine wirklich lange Zeit. Für die Blogosphäre bin ich eher so im mittleren Blogalter. Weder bin ich eine „Blogomi“, noch bin ich grad erst so dabei.
Ich habe angefangen zu bloggen, als es noch nicht so viele Blogs gab. Nein, eigentlich ist das falsch. Auch damals gab’s schon Tausende von Blogs, aber das Bloggen an sich, war einfach noch eher unbekannt. Heute gehen sekündlich Tausende von Blogs online. Und im gleichen Augenblick gehen bei genau so vielen die Lichter aus.

Foodblog, Mut, Leidenschaft, Durchhaltevermögen, Liebe

Als ich Blogs für mich entdeckt habe, wollte ich ziemlich schnell auch einen Blog haben. Und das hatte genau einen Grund: Auf diesen Blogs wurde genau so leidenschaftlich gerne gebacken, wie bei mir daheim. Für diese Leute war ein Kuchen mehr wert als für andere und Backen war mehr als nur die Fertigmischung mit 2 frischen Zutaten zu verrühren.
Man konnte die Leidenschaft fühlen. Man entdeckte sie in der Art, wie diese Leute über ihren Kuchen sprachen und wie sie ihn in Szene setzten.
Und genau dieses Gefühl wollte auch ich der Welt geben. Punkt!

Es ging nicht um Reichweite, Kooperationen oder Geld. Es ging um dieses eine Gefühl.
Natürlich wusste ich genau so wenig, wie alle anderen Anfänger, was es WIRKLICH bedeutet, zu Bloggen. Wie viel Zeit dieses Hobby braucht. Aber ich hatte meine Leidenschaft.

Ich persönlich hab mir auch die Zeit genommen, in diese virtuelle Welt hinein zu wachsen. Fast ein Jahr lang habe ich gebloggt. Nur gebloggt. Ich habe keinen einzelnen Social Media Kanal bedient. Und ja, ich war trotzdem glücklich. Natürlich wird die Leserschaft nur sehr langsam größer, aber das war mir egal. Ich hab mir Zeit genommen, meinen Rhytmus zu finden und meinen Blog aufzubauen.
Nach einem Jahr kam dann meine Facebookseite. Auch hierfür hab ich mir ein bisschen Eingewöhnungszeit gegönnt. Und letztendlich folgten dann auch Instagram und Twitter. Aber: Immer nur als Muliplikatoren und Netzwerke. All diese Social media Kanäle sollten meinen kleinen Blog ein bisschen bekannter machen und mir die Möglichkeit geben, mich mit den vielen tollen Bloggern in der Welt zu vernetzen. Bis heute ist keins dieser Medien wichtiger als mein Blog. Ich bin traurig, wenn ich nicht bloggen kann, der Rest ist egal.
Ja, auch die Zahlen. Denn Facebook-Fans gibt’s günstig bei ebay – qualitativ hochwertige Blogs nicht…

Ein weiterer Punkt, der mir beim Wachsen so wichtig war, war der Lerneffekt. Ich hab Stunden damit erbracht, zu recherchieren, wie man dieses oder jenes auf dem Blog einstellt. Ich habe richtig viel Geld in Weiterbildungen wie Foto-Workshops, Barcamps und Bloggerkonferenzen gesteckt. Und eben auch viel nach dem Try and Error-Prinzip gemacht.
Und mit jedem Schritt habe ich gelernt. Und das ist wichtig. Nur ein paar wenige der große Blogs sahen am Anfang so aus, wie sie heute aussehen. Die Anfänge sind auch dort eher ernüchtern. Aber das ist die Wirklichkeit und das ist okay.
Denn: man entwickelt sich nicht, wenn man sich immer nur alles vorsagen und zutragen lässt. Nachfragen ist wirklich ausdrücklich erwünscht, aber ein bisschen Eigeninitiative gehört eben auch dazu.
Das sollten sich ein paar Leute da draußen wirklich zu Herzen nehmen.

Was ich euch mit diesem langen, langen Beitrag eigentlich genau sagen möchte?
Bloggen ist eine Herzensangelegenheit. Man braucht Mut, Leidenschaft, Ehrgeiz, Disziplin und ganz, ganz viel Durchhaltevermögen.
Ihr solltet bloggen, weil ihr eure Leidenschaft für irgendwas – und seien es Hühner – mit der Welt teilen wollt. Und zwar nur deswegen! Wenn sich daraus dann wunderbare Chancen für euch ergeben, dann freut euch darüber und geht verantwortungsvoll mit diesen Chancen um.
Nur eins sei gesagt: Die wirklich tollen Chancen zeigen sich oft nur, wenn man sie nicht sucht!

All das brannte mir seit Wochen auf der Seele. Und die BLOGST-Konferenz am Wochenende hat dieses Gefühl einfach noch einmal um ein vielfaches verstärkt, so dass ich es heute nun endlich „laut aussprechen“ musste.
Und das tat jetzt auch wirklich sehr gut.

Und wie geht’s euch damit?
Seht ihr das alles genau so?
Oder ganz anders?

Ich würde mich ja total freuen, eure Meinung zum Thema zu hören

Und jetzt: Seid mutig und bloggt mit Leidenschaft.

Süße Grüße,
Jessi

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8 Gedanken zu „Was mir persönlich beim Bloggen wichtig ist…

  1. chaoslady

    Liebe Jessi,
    vor neun Monaten habe ich mich total verrückt gemacht… es ging auch ums Bloggen…
    Hier habe ich meine Gedanken aufgeschrieben: http://weblog.rc-welt.com/blog.kommentar.22784935.html
    und hier die Entscheidung: http://weblog.rc-welt.com/blog.kommentar.22793065.html
    Beim Lesen von deinem Post ist mir bewusst geworden, dass nach 5 Jahren und 2 Monaten ich gerade mal sieben Follower habe und das macht mir nichts mehr aus… Ich bin nicht leidenschaftlich beim Bloggen, aber glücklich…
    Liebe Grüße
    Natalia

    Antwort
    1. Jessi [Luxuria] Autor

      Hey Natalia,

      bei dir wird die Sache durch den Ort, an dem dein Blog liegt, eben auch noch deutlich erschwert.
      Hast du mal darüber nachgedacht, einfach zu einem Anbieter, wie Blogger, zu wechseln? Die Blogger-Seite ist wirklich super easy zu bedienen und auch kostenlos.
      Dort könntest du deine Domain auch mit deinem eigenen Namen versehen.
      Du müsstest deinen aktuellen Blog ja auch nicht löschen, sondern lediglich als letzten Post deine neuen Domain posten.
      Dann würdest du zumindest das Problem umgehen, dass man sich anmelden muss, um dir zu folgen oder deine Beiträge zu kommentieren.
      Zusätzlich wirst du natürlich bei Google gelistet und dadurch auch gefunden.
      Das wäre wirklich etwas, was ich dir ans Herz legen würde.
      Wenn du dabei Hilfe brauchst, dann stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

      Und dann noch etwas, was dich vielleicht beruhigt: Aktuell habe ich zwar irgendwoher 670 FB-Fans bekommen. Aber Ich bin weit davon entfernt, dass die auch alle meinen Blog lesen. Meilenweit!
      Also miss dich selbst nicht an den Zahlen, sondern an dem Spaß den du hast und dem Gefühl, dass dein Blog dir gibt!

      Süße Grüße,
      Jessi

      Antwort
  2. Katja

    Jessi! DANKE für diese ehrlichen Worte! Wie schön, dass es nicht immer nur um Reichweite und höher, schneller, weiter gehen muss! Gedanken, die mir im SEO-Workshop ebenfalls durch den Kopf gingen. Natürlich KANN man alles dafür tun, damit die kleinen Google-Roboter einen noch besser und schneller finden. Aber will ich mich deshalb so verbiegen? Vorher immer in die Google-Trends linsen, um zu wissen, welches Wort ich jetzt uuuunbedingt in diesen Blogpost bringen muss? Meine Antwort lautet auch: NÖ!

    Ich will nicht, dass all dieser technische und theoretische Krimskrams mir die Zeit nimmt für das, was ich eigentlich tun will – nähen und drüber schreiben!

    Ich schick Dir ganz liebe Grüße rüber nach Neuhausen, freu mich auf den Stuttgarter Bloggerbrunch (huch, noch anmelden, gibt’s noch Plätze?) und sag noch einmal DANKE für schöne Tage in Hamburg

    Antwort
    1. Jessi [Luxuria] Autor

      Hey Katja,

      da geb ich dir vollkommen Recht. Irgendwann wirkt es auch nicht mehr echt.
      Was wenn mich die Themen der Google-Trends einfach nicht interessieren? Und was wenn der SEO-optimierte Schreibstil gar nicht mehr nach mir klingt? Dann bringt das alles nämlich gar nix, weil’s einfach keiner mehr lesen möchte.

      Schön, dass du weißt, wo dein Schwerpunkt und vor allem deine Leidenschaft liegt.

      Und zu deiner Frage: Wenn du den Weihnachtsbrunch meinst, dann kann ich dich beruhigen, denn bis jetzt ist noch PLatz und die Anmeldefrist auch noch nicht vorbei 😉

      Süße Grüße über die Autobahn
      Jessi

      Antwort
  3. Nessy

    Liebe Jessi,
    sehr wahre Worte, die du da niedergeschrieben hast. Mir selbst geht es ähnlich. Ich liebe meinen Blog, er ist mein Baby, mein Ventil, mein größtes Hobby. Allein die Tatsache, mit etwas Spaß zu haben und dadurch auch noch viele, nette Menschen im „richtigen“ Leben kennenlernen zu können, ist ganz wunderbar. Natürlich freut man sich über jeden Leser, über jeden netten Kommentar, aber hauptsächlich geht es um den Spaß am Blog. Und der wird durch solche tollen Mädels, wie z.B. Ricarda und Clara und deren Aktionen nur noch verstärkt.

    Ich freue mich übrigens, dich in Tübingen kennen zu lernen.

    Ganz liebe Grüße
    Nessy

    Antwort
    1. Jessi [Luxuria] Autor

      Hallo Nessy,

      ich freu mich, dass dir mein Post gefallen hat. Und noch mehr freuen ich mich, dass es Menschen gibt, die meine Meinung teilen.
      Das Kennenlernen im „realen“ Leben gibt mir tatsächlich auch extrem viel, denn uns verbindet schließlich alle unsere Leidenschaft.
      Und deswegen freue ich mich natürlich auch sehr, dich in Tübingen kennenzulernen.

      Süße Grüße,
      Jessi

      Antwort
  4. Nika

    Hallo Jessi,

    Ich war zwar nicht bei der Blogst, aber du sprichst mir echt aus dem Herzen. Ich bin ja auch durch das Lesen von Blogs zu meinem eigenen gekommen und freue mich jeden Tag darüber, dass er genauso ist, wie ich ihn wollte. Bewusst habe ich mich erst um Design und eigene Domain gekümmert, bevor ich gestartet bin, denn ich bin eine Perfektionistin.

    Natürlich schüchtert es mich auch ein, wenn ich andere Blogs lese und sehe, wie viele Kommentare und monatliche Leser diese Blogs haben! Aber was soll ich tun? Ich will mir keine Follower kaufen, sondern ich möchte meinen kleinen Blog bekannter machen und ehrliche Kommentare erhalten. Bisher ist es noch sehr ernüchternd, so wenig Feedback zu meinen Posts zu bekommen, aber ich arbeite ja noch daran, meinen Blog überhaupt bekannt zu machen.

    Mein größter Wunsch ist es momentan aber, andere Blogger kennen zu lernen. Gut, die Blogst habe ich natürlich verpasst und muss jetzt ein Jahr warten auf die nächste, aber vielleicht gibt es ja noch mehr Bloggertreffen und Barcamps. Ich hab zwar noch keinen Plan, wie ich davon rechtzeitig erfahre, aber ich halte die Augen offen und hoffe, bald an paar Blogger zu treffen.

    Noch mal Danke für deine Hilfe beim Start meines Blogs. Wäre toll, dich bald mal persönlich kenenn zu lernen.

    Liebe Grüße
    Nika (vom Blog Little Tiger)

    Antwort
    1. Jessi [Luxuria] Autor

      Hallo Nika,

      vielen Dank für dein Feedback.

      Vielleicht beruhigt dich die Tatsache, dass auch die ganz großen Blogs mit einem massiven Kommentarrückgang zu kämpfen haben.
      Früher wurde teilweise 75% mehr kommentiert als heute. Wobei wir in der gemeinsamen Diskussion festgestellt haben, dass sich die Kommentare teilweise auch nur verlagert haben.
      Es ist meist deutlich einfach in Facebook oder auf Insta zu kommentieren, weil du keine 5 verschiedenen Angaben musst und dann womöglich noch mit einem Captcha kämpfen, nur um ein: „Toller Beitrag“ los zu werden.
      Kommentieren die Leute denn in FB oder Insta bei dir?

      Ansonsten kann ich nur wirklich noch mal sagen: Relevanz misst sich an der Bedeutsamkeit dessen, was wir selbst tun! (Zitat von Berlinmittemom http://t.co/Gkw5QIqa87)
      Wenn du deinen Blog magst und nicht an dir selbst zweifelst, dann ist nicht wichtig, was außenrum passiert. Dann ist dein Blog wichtig!
      Denk bitte immer daran.

      Und zum Thema Blogger kennenlernen: In Köln gibt es den Blogklüngel (hoffentlich hab ich das richtig geschrieben). Das ist so zu sagen, der Kölner Bloggerstammtisch. Am Besten sprichst du dafür einfach mal Ricarda von 23m² Stil an.
      Und wie bereits auf deinen anderen Kommentar geantwortet, kann ich dir nur empfehlen, der BLOGST auf den verschiedenen Kanälen zu folgen, dann bist du immer auf dem Laufenden, was neuen Treffen, Konferenzen und Barcamps angeht.

      Süße Grüße,
      Jessi

      Antwort

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