Don’t try to fill someone’s shoes – Zwetschgen-Kuchen nach Art des Hauses

Hey ihr Lieben,

als ich über diesen Artikel nachgedacht habe, hab ich mir überlegt: Ach, schreibste eben über den Herbstanfang. Is ja irgendwie passend.
Ich hab also meinen obertollen Zwetschgen-Kuchen gebacken und ihn über Nacht bei Seite gestellt.
Am nächsten Morgen hab ich mich in ein hübsches Herbst/Winter-Kleidchen, Leggins, Wollsocken und Stiefeletten geschmissen und bin Arbeiten gegangen.

Irgendwie hat das alles dem Spätsommer wohl einen ordentlichen Schreck eingejagt. Denn während ich hier sitze und tippe, hat es draußen 23,5°C und strahlendsten Sonnenschein!
Die Wollsocken un Stiefeletten sind nackten Füßen in Ballerinas gewichen und aus meinem Herbst-Blues-Text wird ein spätsommerlicher Genuss.
So schnell kann’s gehen.

Aber zurück zum Hauptdarsteller dieses Textes: obertoller, hammerleckerer Zwetschgen-Kuchen!
Mama und Oma machen den besten Zwetschgen-Kuchen – unangefochten. Ich habe schon ein paar mal versucht, in diese Fußstapfen zu treten, aber das wird einfach nichts. Deswegen hab ich nun meine eigene Variante gemacht – also meine eigenen Fußstapfen so zu sagen – und hoffe, dass er trotzdem genau so gut ankommt.

Zwetschgen-Kuchen

Was MEINEN Zwetschgen-Kuchen so besonders macht?
Zart krümeliger Haselnuss-Mürbteig, Schmand, der dem Kuchen eine gewisse Frische gibt, supertolle, reife Zwetschgen vom heimischen Baum und goldbraune, buttrige Streusel. Hmmm…
Dieser Kuchen schmeckt nach einem spätsommerlichen Ausflug ins Grüne. Er schmeckt nach strahlender Sonne, die einen durch die Kälte hindurch aufwärmt. Nach nach Hause kommen nach einem langen Spaziergang durch die ersten goldenen Blätter.
Ja, ja nach so viel kann ein einfacher Zwetschgen-Kuchen schmecken.
Wie man das Ganze noch toppen kann? Man isst den Kuchen lauwarm…

Zwetschgen-Kuchen mit Haselnüssen & Schmand (26cm Durchmesser)

Für den Mürbteig
185g Mehl
75g Haselnüsse, gemahlen
110g Zucker
65g Butter, kalt
1 Ei

Für den Belag
400g Zwetschgen, entsteint und geviertelt
150g Schmand

Für die Streusel
100g Mehl
60g Butter, zimmerwarm
60g Zucker

Für den Mürbteig gebt ihr trockenen Zutaten in eine Schüssel und fügtdie kalte Butter in kleinen Würfeln dazu. Zerreibt die Butter zwischen den trockenen Komponenten bis ihr keine großen Klumpen mehr habt. Gebt nun das Ei dazu und knetet die Zutaten zu einem glatten Teig.
In Frischhaltefolie einwickeln und mindestens für 60 Minuten in den Kühlschrank legen.

Während der Mürbteig durchkühlt, könnt ihr die Streusel vorbereiten. Dafür einfach alle Zutaten zusammenmischen und so lange bearbeiten bis der Teig krümelig wird. Bitte die Streuselmasse nicht zu lange bearbeiten, denn sonst wird das Fett flüssig und es entsteht eher ein Plätzchenteig als ordentliche Streusel.

Heizt euren Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor.

Wenn der Mürbteig durchgekühlt ist, holt ihr ihn aus dem Kühlschrank und knetet ihn ganz kurz durch. Nun könnt ihr ihn auf einer bemehlten Fläche auf die Größe eurer Springform bzw. etwas größer, damit ihr einen leichten Rand bekommt, ausrollen.
Legt die Springform unten mit Backpapier aus und fettet die Seiten der Form.
Jetzt kommt der ausgerollte Mürbteig in die Form, wird festgedrückt und der Rand auf eine gleichmäßige Höhe von 1-2cm getrimmt.
Dann solltet ihr den kompletten Boden noch mit einer Gabel einstechen.

Schnappt euch den Schmand und streicht ihn gleichmäßig auf den Boden.
Nun werden die Zwetschgen von Außen nach Innen im Kreis aufgelegt.
Noch die Streusel drüber und dann darf das leckere Schätzchen für 45-50 Minuten in den Ofen.
Der Kuchen ist fertig, wenn die Streusel eine goldbraune Farbe angenommen haben.

Zwetschgen-Kuchen Anschnitt

Und dann heißt es: Genießen!
Egal ob mit einer Tasse Tee und einer guten Serie auf dem Sofa oder – falls der Spätsommer sich weiterhin so strahlend zeigt – mit einem Kaffee auf dem Balkon.

So, nun erhole ich mich aber erst Mal vom gestrigen Bloggertreffen. Ich sag euch, es war grandios. Ich bin immer noch ganz hin und weg. Was genau wir am Freitag und Samstag alles getrieben haben, verrate ich euch natürlich auch bald. Wer nicht warten kann, sollte einfach mal auf meinem Instagram-Account  oder generell unter dem Hashtag #bloggertreffen0711 vorbei schauen.

Ich wünsch euch noch einen wunderbaren Sonntag.

Süße Grüße,
Jessi

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7 Gedanken zu „Don’t try to fill someone’s shoes – Zwetschgen-Kuchen nach Art des Hauses

  1. Anna

    Das hört sich nach sehr tollen leckeren eigenen Fußstapfen an, liebe Jessi! Wird bald mal nachgemacht, aber im Moment scheue ich mich noch so ein bisschen Zwetschgenkuchen zu backen, ich will den Sommer einfach noch nicht loslassen 😉
    Ich bin schon sehr gespannt auf den Bericht vom Bloggertreffen! Die Bilder auf Instagram haben mich schon soo neidisch gemacht!!

    Antwort
  2. chaoslady

    Liebe Jessi,
    Zwetschgen und Mürbeteig sind eine tolle Kombination! Wir haben vor Kurzem auch so einen gebacken… Aber das mit dem Schmand ist mir neu, stelle mir aber sehr lecker vor! Dein Rezept kommt auf meine Nachbackliste.
    Liebe Grüße
    Natalia

    Antwort
  3. Katharina von Wienerbrød

    Endlich komme ich mal wieder dazu, all meine Blogs zu lesen, die auf meiner Liste stehen, und schwups verspüre ich einen unwahrscheinlichen Hunger auf Zwetschgenkuchen. Das Wetter passt ja wieder 😉
    Ich hätte alles da, nur Zwetschgen fehlen… Mist… Aber morgen werde ich gleich welche besorgen, und dann freu ich mich auf einen saftigen Kuchen a la Jessi!

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Antwort
  4. Pingback: Don't try to fill someone's shoes – Zwetschgen-Kuchen nach Art des … » webindex24.ch - News aus dem Web

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