Eine Torte für die Sternchengarde

Helau! Alaff! Oder wie man bei uns sagt: Auf die Pauke haut se – Bauze!

In vielen Teilen Deutschlands – vor allem hier im Süden- sind die Ortschaften aktuell noch im Besitz der Narren. Sie hüpfen, springen und haben einfach Spaß.
Aber leider sind auch für die 5.Jahreszeit bereits die letzten Stunden angebrochen.
Heute Nacht um 00:00 Uhr wird hier im Ort die Fasnet öffentlich zu Grabe getragen. Das Prinzenpaar dankt ab. Der Bürgermeister bekommt sein Amt und den dazugehörigen Schlüssel für’s Rathaus wieder.
Eine Guggenmusik spielt ihr letztes Lied. Alle Maskenträgen lüften das Geheimnis um ihre Identität. Und ja: Auch das ein oder andere Tränchen wird verdrückt.
Tiefe Trauer macht sich breit. Und die einzige Tatsache, die hilft, diesen Schmerz zu verkraften, ist: Nach der Fasnet ist vor der Fasnet!

Ich hatte meinen persönlichen Aschermittwoch bereit am Samstag (heißt das dann für mich Aschersamstag???). Ich hab, nach dem ich 22 Jahre in verschiedenen Vereinen bei der Fasnet aktiv war, entschieden, dass es erst Mal reicht. Ich habe mein Häs also am Samstag das letzte Mal getragen bevor es auf unbestimmte Zeit im Schrank verschwindet.
Und auch wenn es meine eigene Entscheidung war, das zu tun, so hab ich Samstag geheult, wie schon lange nicht mehr. Dieses Häs ist nämlich einfach ein Teil meiner Persönlichkeit. Und es ist ein schöner Teil.
Ich möchte ihn aktuell nicht mehr so fokussieren, aber doch ist er und bleibt er ein Stück von mir.

In meiner aktiven Narrenzeit war ich auch sehr lange in einer Tanzgarde.
Ich habe angefangen, als ich fünf Jahre alt war und habe erst mit 18 Jahren berufsbedingt aufgehört.
Und alle meine Schwestern haben es mir gleich getan. So kommt es, dass (meine kleinen Schwestern sind ja erst 9 und 10) der Männergesangsverein Neuhausen auch heute noch sehr präsent ist in meinem Leben.
Da eine meiner Schwestern dieses Jahr in die nächst höhere Tanzgarde aufsteigt und es auch einen tollen Titel -nämlich Württembergischer Vizemeister im Showtanz- zu verzeichnen gab, hab ich eine Torte für die Mädels zusammen geschustert.

Fondant, Tanzgarde, Funkemariechen

Die Figur ist meine erste modellierte, menschliche Figur. Dafür bin ich wirklich total stolz darauf.

Fondant, Tanzgarde, Funkemariechen


Unten drunter versteckt sich ein Schokomilch-Kuchen auf Basis des Wunderkuchens von Maria. Ich hab mich bewusst für einen Kuchen ohne Füllung entschieden, weil der Kuchen mit der Hand gegessen werden sollte und die Kinder ihre Uniformen nicht einsauen durften. Das Rezept dafür findet ihr am Ende des Posts.
Ich hab das Rezept 2x gebacken und so eine Höhe von 13cm erreicht.

Fondant, Tanzgarde, Funkemariechen


Alle waren schwer begeistert und ich wurde gleich wieder für nächstes Jahr angefragt.

So, statt zur Fasnet geh ich nun wieder in mein Bett. Denn mich hat schon wieder eine Grippe erwischt.
Euch wünsch ich noch ein paar närrische Stunden und eine wunderschöne Woche.

Süße Grüße,
Jessi

P.S:

Schokomilch-Kuchen (28 Springform)

4 Eier
150g Zucker
200ml Schokomilch (also Milch mit Pulver gemischt)
200ml Öl
300g Mehl
1 Päckchen Backpulver
125g Vollmilchschokolade

Zuerst heizt du den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
Dann gibst du den Zucker und die Eier in eine Schüssel und schlägst sie ca. 15 Minuten lang schaumig. Die Masse sollte danach fast weiß sein und eine sehr weiche, fluffige Konsistenz haben. Das ist wichtig, damit der Teig am Ende die perfekte Konsistenz hat und ordentlich hoch geht.
Dann gibst du abwechselnd die Schokomilch und das Öl dazu und rührst beides unter.
In einer separaten Schüssel mischst du das Mehl mit dem Backpulver und siebst die Mischung unter deinen Teig. Wieder unterühren bis sich das Mehl mit den feuchten Zutaten verbunden hat.
Die Schokolade hakst du in kleine Stücke und hebst sie vorsichtig unter den Teig.
Bereite deine Springform vor. Ich halte mich bei Motivtorten zusätzlich zum einfetten noch an die Methode der Tortentante (ich verwende die Variante mit der Alufolie), damit ich eine „hubbelfreie“ Torte bekomme.
Den Teig in die Form füllen und für 35-40 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

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2 Gedanken zu „Eine Torte für die Sternchengarde

  1. chaosisland

    WOW! Das glaube ich dir sofort, dass alle begeistert waren! Das ist ja eine wunderschöne Torte!

    Gute Besserung! Komm bald wieder auf die Beine!

    Liebe Grüße
    Natalia

    Antwort

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