Sushi für Schleckermäuler

Hallo ihr Sweeties.

Die Sommerferien sind in fast allen Bundesländern rum und mit ihnen irgendwie auch der Sommer.
Schade eigentlich. Denn schließlich habe ich gerade Urlaub und hätte mir doch noch gerne die Sonne auf den Bauch brutzeln lassen. Aber leider kann man da recht wenig Einfluss drauf nehmen.

Die einzige Chance: Man fliegt der Sonne hinterher. Aber auch das ist dieses Jahr nicht der Fall. 2013 machen wir (bis auf die üblichen Ausflüge nach Italien) Urlaub in Deutschland. Im Mai waren wir in München und jetzt geht es an den Chiemsee. Ist auch nett. Und trotzdem plagt irgendwie das Fernweh…

Um dieses Fernweh und die Sehnsucht nach dem Sommer irgendwie zu mildern, habe ich mich für die einzigst richtige Therapie entschieden: Kochen/Backen.
Bei den Vorbereitungen träumte ich einerseits von fernen Kulturen, Sitten und Bräuchen und andererseits von Strand, exotischen Früchten und dem Meer.
Und was dabei raus kam?


Sweet Sushi – leckerer, sämiger Reis, der auf der Zunge zergeht und exotische (na ja) Früchte, die mit ihrer Geschmacksvielfalt den Gaumen kitzeln, mit ihrer Säure die kleinen Muskeln zum Zucken bringen und sich in ihrem Gesamten gegenseitig abrunden. Dazu gesellen sich zeitweise frisch geröstete Kokosraspeln, die eine Kombination aus nussiger Bodenständigkeit und tropischem Tagtraum bilden.


Und habt ihr jetzt auch ein bisschen Lust auf Urlaub auf dem Teller? Dann kommt hier das Rezept.

Sweet Sushi

250g Rundkorn-Milchreis
1l Milch
3 EL (gestrichen) Zucker
1 Prise Salz

1 Mango
2 Hand voll Himbeeren (frisch oder TK)
1 Kiwi

75g Kokosraspeln

Tipp: Das Obst könnt ihr natürlich ganz nach euren Vorlieben auswählen. Es sollte nur nicht zu hart sein und sich in dünne Scheiben und Stücke schneiden lassen.

Einen großen Topf auf den Herd stellen und diesen fast vollständig aufdrehen.
Die Milch in den Topf geben und den Zucker und das Salz einrühren.
Den Milchreis dazu geben und das ganze unter rühren aufkochen.
Wenn alles kocht, den Herd auf die niedrigste Stufe zurückdrehen und den Milchreis unter gelegentlichem Rühren 30-40 Minuten ziehen lassen.
Der Milchreis ist fertig, wenn er beim Rühren einen großen Klumpen bildet, der sich leicht vom Topfrand ablöst.

Jetzt den Milchreis vollständig auskühlen lassen. Das dauert ein bisschen, ist aber wichtig für die Stabilität eures Sushis.

Jetzt solltet ihr euch entscheiden, was für Sushi ihr machen wollt.
Ich habe mich für Nigiri und (Ura)Maki entschieden.
Dann wird das Obst passend zugeschnitten. Für das Nigiri eignen sich entweder größere längliche Stücke oder dünne Scheiben. Für das Maki habe ich die Mango in dünne Streifen geschnitten. Und die Himbeeren hab ich natürlich am Stück verarbeitet.

Tipp: Für das Formen solltet ihr euch eine kleine Schüssel mit Wasser bereit halten, damit der Milchreis auch das tut, was ihr wollt, statt nur an den Händen zu kleben.

Für das Nagiri eine kleine Portion Milchreis mit feuchten Händen aus der Schüssel nehmenund auf ein Brett geben. Nun einen länglichen Quader formen und diesen mit den Fruchtscheiben bzw. den größeren Fruchtstücken belegen.

Für das Maki breitet ihr auf eurer Arbeitsfläche ein größeres Stück Frischhaltefolie aus. Nun gebt ihr in die Mitte des Folienstücks 3 Esslöffel des Milchreis. Jetzt mit den feuchten Fingern den Milchreis zu einem Rechteck mit knapp 0,5cm Höhe formen. Das Rechteck sollte nicht all zu breit sondern eher länglich sein. Als nächstes wird in parallel zu einer langen Kante mittig die, in feine Streifen geschnittene, Mango und die Himbeeren platziert. Gut fest drücken. Nun schnappt ihr euch die langen Kanten der Frischhaltefolie und führt sie nach oben zusammen, so dass sich der Reis über dem Obst schließt. Die Nahtstelle vorsichtig zusammen drücken und dann die Folie fertig verschließen. Die rolle ein bisschen mit beiden Händen vorsichtig drücken, bis ihr das Gefühl habt, dass sich zwischen Reis und Früchten keine Luft mehr befindet. Zum Schluss die Enden der Frischhaltefolie zusammendrehen und die überdimensionierte Sushi-Rolle für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Kokosraspeln in einer kleinen Pfanne ohne Fett leicht anrösten und danach gut auskühlen lassen.
Die gut durchgekühlten Maki-Rollen aus ihrer Folienpelle befreien und in den Kokosrapseln wälzen. Zu letzt in mundgerechte Stücke schneiden.

Ich habe bewusst keine Mengen für die einzelnen Arten angegeben, da es jedem selbst überlassen ist, wie viel Maki, Nigiri oder ähnliches er aus der Grundmenge Milchreis herstellen möchte.

Wer aber ganz stilecht noch etwas zum tunken reichen möchte, dem empfehle ich diese Schokosoße



Schokosoße

50g Blockschokolade
25g Butter
etwas Zucker
Wasser

Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen und gut mischen. Nach und nach etwas Wasser zugeben bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.
Eventuell mit etwas Zucker abschmecken.

So und passen zum Thema gehe ich jetzt meinen Urlaub zu Hause weiter genießen.

Süße Grüße,
Jessi

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9 Gedanken zu „Sushi für Schleckermäuler

  1. Jessi

    Hallo Jessi

    Oh je, was ist denn passiert? Nicht funktioniert oder nicht geschmeckt?
    Dann drücke ich die Daumen, dass das sweet Sushi funktioniert und schmeckt.

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Antwort
  2. Jessi

    Hallo Ramona.

    Ich hatte es tatsächlich davor noch nie gesehen.
    Erst als meins fertig war, dachte ich: Schaut mal schnell, des hat doch bestimmt schon jemand gemacht. Und laut google gibt's da 1 Millionen Versionen davon, hihi.
    Ich konnte meins aber zumindest ganz voreingenommen machen und bin richtig zufrieden damit.

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Antwort
  3. Jana

    Wie geil ist das denn?! 😀 Ich mag echtes (vegetarisches) Sushi schon echt gerne, aber da ich auch eigentlich eher der süße Typ bin, ist das hier ja genau richtig!
    Danke für diese Inspiration, das muss ich bei Gelegenheit mal machen! 🙂

    Liebe Grüße!

    Antwort
  4. Jessi

    Hallo Jana,

    freut mich, wenn ich deinen Geschmack getroffen habe.
    Nachmachen ist wirklich ganz easy. Ich wünsch dir ganz viel Spaß dabei!

    Antwort
  5. theblondefoodrebel

    Eine super Idee, das habe ich tatsächlich noch nie probiert! Wird jetzt aber mit deinem Rezept definitiv nachgeholt!
    Liebe Grüße, Lara

    Antwort

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