Aller guten Dinge sind 3: Knackige Verführungen – Engadiner Nusstorte

Hallo ihr Süßen.

Willkommen zu einer neuen Runde: Aller Guten Dinge sind 3!


Diesmal mit dem schönen Thema „Knackige Verführung – Nüsse so weit das Auge reicht“.
Die 3 Rezepte , die ich euch vorstellen möchte, sind alle recht zeitgleich gebacken worden und eigentlich ohne irgendwelche Hintergedanken. Zwei Rezepte entstanden für den 50. Geburtstag von Mister MUs Papa und 1 Rezept entstand, weil ich die Zutaten übrig hatte und einfach Bock darauf es zu probieren.

Starten möchte ich heute mit einer Engadiner Nusstorte – auch Bündner Nusstorte genannt.

Das Rezept habe ich auf LECKER.de entdeckt und befunden, dass es perfekt zum Geburtstagskind passte.
Den Namen finde ich nicht wirklich eingängig, weswegen die Neugierde nach dem Ursprung dieser Kreation immer größer wurde. In den unendlichen Weiten des Internets habe ich dazu folgendes gefunden:

Das Engadin ist ein Hochtal im schweizerischen Kanton Graubünden.
Bündner Nusstorte ist wohl die bekannteste Spezialität des Kantons Graubünden. Sie ist neben dem Birnbrot das bedeutendste Exportprodukt der Bündner Bäcker und Konditoren. Der Historiker Dolf Kaiser beschreibt […], dass das Rezept schon etwa um 1900 herum in der Familie Moggi-Tester in Samedan bekannt war.
Bündner Nusstorten werden im ganzen Kanton von zahlreichen Konditoren ganzjährig hergestellt. Fast jeder hat sein eigenes Rezept, das er oft als Geschäftsgeheimnis hütet.
 

Quelle: Wikipedia

Also eine sehr altes, aber auch sehr beliebtes Schweizer Spezialität.
Auch nicht schlecht, das mal zu wissen. Vor allem weil ich dieses Wissen wirklich gebrauchen konnte. Egal, wem ich von der Torte erzählte, ständig wurde nach dem Namens Ursprung gefragt.  Da ziehste dann locker deine Klugscheißer-Karte aus der imaginären Hosentasche und stehst da wie ein Superbäcker. Perfekter Plan.
 
Nun aber endlich zum leckeren Rezept.
 
Engadiner Nusstorte (24-er Springform)
 
300g Mehl
150g Zucker
300g Zucker
150g Butter, kalt
1 Ei
Salz
200g Walnüsse
200g Haselnüsse
200g Sahne, leicht in der Mikrowelle vorgewärmt
 
Eine 24-er Springform entweder mit Trennspray einsprühen oder mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben.
Das Mehl auf der Arbeitsfläche auftürmen. Oben eine Mulde formen und 150g Zucker, das Ei und das Salz hineingeben. Die Butter in kleine Würfel schneiden und an den Rand des Mehlhügels legen. Nun mit einem Buttermesser so lange die Butterwürfel im Mehlhügel zerschneiden bis sie sehr klein und vollständig mit Mehl bedeckt sind. Durch das schneiden werden die restlichen Zutaten ebenfalls schon mal grob unter den Teig geknetet. Nun mit kalten Händen die Zutaten zu einen glatten Teig verkneten.
2/3 des Teiges abnehmen, zu einer Platte mit ca. 30cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auslegen. Den Rand gut andrücken (ca. 3cm hoch) und  dann die obere Kante mit einem scharfen Messer sauber abschneiden.
Den Rest des Teiges in Frischhaltefolie wickeln und zusammen mit der Form in den Kühlschrank stellen.
 
Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen.
Die Nüsse grob hacken. Den Zucker in einem nicht zu niedrigen Topf mit mind. 25-30cm Durchmesser karamellisieren. Die Temperatur nicht zu hoch wählen, denn wenn der Karamellisierungsprozess beginnt, habt ihr sonst relativ schnell einen schwarzen Brei im Topf. Sobald der Karamell eine goldgelbe Farbe hat, die Nüsse untermischen, so dass alle Nüsse bedeckt sind. Die Sahne zugeben. Wenn es jetzt im Topf etwas knarzt und der Karamell hart wird, ist das okay, er löst sich gleich wieder.
Die Sahne aufkochen und so länge köcheln lassen, bis sich der Karamell in der Sahne gelöst hat.
Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und die Nuss-Karamell-Mischung gleichmäßig darin verteilen. Aus dem restlichen Teig eine Platte mit 24 cm Durchmesser ausrollen und als Deckel auf die Nussmasse legen. Am Rand gut andrücken.
 

Tipp: Eine gedeckte Torte bietet jede Menge Spielraum. Ihr müsst nicht immer eine glatte, geschlossene Decke auf die Torte geben. Ich habe mich z.B. am Rand für große Blüten entschieden, die nach Innen hin kleiner werden. zusätzlich hab ich noch eine Reihe ausgelassen, um einen kleinen Blick auf die leckere Füllung zu gewähren. Schaut doch mal im Netz, da gibt es viele verschiedene Ideen, wie man eine gedeckte Torte verschönern kann.

 

Die Torte für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Dann die Ofentemperatur auf etwas 125°C zurücknehmen und weitere 15 Minuten backen.

 
Die Torte in der Form auskühlen lassen. Dann muss die Torte noch mindestens 12 Stunden (besser über Nacht) durchziehen. Erst dann hat sie ihren endgültigen, zart schmelzenden Geschmack. Dann ist der Mürbteig etwas weicher und zerfällt im Mund, während der Karamell sich langsam verteilt und den Geschmack der Nüsse freigibt. Ein echtes Geschmackserlebnis.

 

Alle waren begeistert von der Torte, vor allem weil sie optisch eben etwas „aufgemotzt“ war. 
Alles in allem ist ein Stück dieser Torte, die ja eigentlich gar keine wirkliche Torte ist, schon ziemlich mächtig und es ist noch ein bisschen was übrig geblieben. Unsere Nachbarn haben die armen Reststücke dann netter Weise adoptiert.
 
Schon in Kürze wird es dann das zweite nussige Rezept für euch geben, also bleibt gespannt.
 
Süße Grüße,
Jessi


P.S: Als kleine Erinnerung: Hier gibt es eine tolle Kamera-Tasche zu gewinnen…
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2 Gedanken zu „Aller guten Dinge sind 3: Knackige Verführungen – Engadiner Nusstorte

  1. Tonia S

    Herrlich, die habe ich mal zu Weihnachten gemacht. Auch mit Foto, war aber leider nicht bloggbar, weil ich damals noch nicht an Fotos für einen Blog gedacht habe. Lecker dieses Küchlein!

    Antwort
  2. Jessi

    Hallo Tonia.

    Ja, die Torte war echt lecker. Ach das mit den Bildern ist aber schade. Vielleicht gibt's ja noch mal so ein Outtakes-Event, dann zeigst du uns die Bilder vielleicht trotzdem 😉

    Wünsch dir ein wunderschönes Wochenende.

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Antwort

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