Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah…

Huhu!

Na, frisch und munter? Seid ihr gut in die neue Woche gestartet?

Ich bin ja ein Filderkind. Ich wohne in Neuhausen auf den Fildern.
Aber was sind denn eigentlich die Fildern? Die Filder sind eine sehr fruchtbare Hochebene südlich von Stuttgart.
Unsere Region ist vor allem für ihr super leckeres Filder-Spitzkraut bekannt, aber auch für viel leckeres Obst und tolles Kunsthandwerk.
Und weil wir wirklich eine sehr variationsreiche Region sind, wurde am 29.07.2013 der 1.Fildermarkt veranstaltet. Dort gab es Biobauern, Floristiker, Kunstschneider, örtliche Vereine und vieles mehr zu bestaunen.
Ich war echt fasziniert, was für tolle Sache in unserer Region gemacht werden. Teilweise wirklich direkt vor meiner Haustüre.

Ich als Neuhäusnerin bin natürlich am meisten vom Filderkraut geprägt. Das liegt daran, dass ich bereits als Kind ständig damit konfrontiert wurde. In Neuhausen gibt es sogar eine Häs-Gruppe, die einen Spitzkohl darstellt und leckeres Spitzkohl-Sauerkraut an die Zuschauer verteilt. Wer jetzt denkt: Hä, was bitte ist eine Häs-Gruppe? Bitte hier entlang zu Wikipedia.
Und genau das alles ist der grund, warum ich am Fildermarkt-Wochenende beschlossen habe: Ich muss ganz dringend mit Spitzkraut backen! Gesagt, getan.

Aus dieser klitze kleinen Idee, sind kurz darauf super leckere Filderkraut-Cupcakes entstanden. Ein herzhafter Snack, denn man auch mal ohne schlechtes Gewissen als Frühstück oder Abendessen verdrücken kann. Keine Sorge, der Cupcake hat am Ende nicht den typische Sauerkrautgeschmack. Das Sauerkraut macht den Cupcake lediglich besonders saftig und gibt im eine feine, herbe Würze. Ich hab die Cupcakes dann als Snacks zu einer Tupperparty mitgenommen. Nach anfänglicher Skepsis – Sauerkraut in einem Cupcake? – waren dann doch alle sehr begeistert.

Sauerkraut-Cupcakes mit Frischkäse-Topping


Und nun bekommt auch ihr mein persönliche Heimat-Rezept

Filderkraut-Cupcakes (12 Stück)

250g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 Eier
150ml Milch
150g Filderkraut-Sauerkraut, ausgedrückt Ich hab das von Spitzbüble genommen, man kriegt es beim E*KA
100g Speckwürfel
80g Butter
Salz
Pfeffer
Paprika
Kreuzkümmel

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze einstellen.
Die Speckwürfel in einer beschichteten Sfanne ohne Öl leicht anbräunen. Danach zum Abkühlen zur Seite stellen.
Das Sauerkraut mit beiden Händen gut „auswringen“ bis es möglichst trocken ist. Die Menge im Rezept bezieht sich auf das „trockene“ Sauerkraut. Dann das Sauerkraut mit einem schrafen Messer in kurze Stücke hacken und zur Seite stellen.
Mehl, Backpulver und Gewürze (ihr würzt natürlich nach eurem Gusto) in einer Schüssel trocken mischen. Die Milch mit den Eiern verquirlen und unter die Mehlmischung rühren bis ein glatter Teig entsteht.
Zum Schluß das Sauerkraut und die Speckwürfel unterheben.
Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen und auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen.

Dekoriert habe ich die Cupcakes mit einem großen Tupfen Fischkäse. Ich hab dafür einen fertigen, luftig aufgeschlagenen Kräuterfrischkäse genomme und ihn mit einer Sterntülle aufdressiert.

Hmm, das Rezept ist einfach lecker und eine absolute Alternative zu süßen Cupcakes. Warum nicht zum nächsten Picknick herzhafte Cupcakes oder alternativ herzhafte Muffins als Beilage zum Grillfleisch mitnehmen?

Ich wünsch euch noch eine wunderschöne Woche.

Süße Grüße,
Jessi

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2 Gedanken zu „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah…

  1. Jessi

    Wie cool, auf so ne Idee wäre ich nie gekommen…
    Ich hab allerdings letztens mal Brownies gemacht, mit Rote Beete drin. Da war ich auch erstaunt, wie super lecker die waren 😉

    Grüßle, Jessi

    Antwort
  2. Jessi

    Hallo Jessi.

    Vielen Dank. Das war wirklich eine ziemlich spontane Idee.
    Brownies mit roter Beete klingen aber auch sehr spannend. Muss mal noch ein bisschen auf deinem Blog stöbern ^^

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Antwort

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